Freitag, 3. Juni 2022

Energiekosten sparen - So klappt ein Anbieterwechsel

 Bei den Energiekosten sollten regelmässig die Preise verglichen werden, denn das rechnet sich in Sachen Strom und Gas fast immer. Dazu kommt, dass ein Wechsel zu einem anderen Energieanbieter unkomplizierter ist als viele denken. Dabei können die Kosten für Strom und Gas das Haushaltsbudget stark belasten, zumal seit Jahresbeginn 2021 die CO2-Steuer unter anderem auch auf Erdgas erhoben wird und zu einer Preissteigerung führt. Auch der Strom ist nicht immer günstig. Als Verbraucher muss man aber dies nicht alles einfach hinnehmen.

Viele Verbraucher befinden sind immer noch in der Strom-Grundversorgung

Bei den Energiekosten lässt es sich über zwei Wege Geld sparen: Entweder man erkundigt sich beim derzeitigen Energielieferaten nach einem günstigeren Tarif oder man wechselt zu einem anderen Energielieferaten. Selbst Verbraucherzentralen sehen einen Wechsel des Energieanbieters unkritisch und stufen dies zumeist als absolut unkompliziert ein. So hat die Bundesnetzagentur beispielsweise für den Strombereich herausgefunden, dass im Jahr 2019 etwas mehr als ein Drittel der Strom-Haushaltskunden in Deutschland den Strom über einen vergleichsweise teuren Grundversorgungstarif bezogen hat. Hier lässt sich schnell Geld dadurch sparen, indem man beim Grundversorger in einen günstigeren Tarif wechselt.

Anstieg der Strompreise der Grundversorger

Das größte Einsparpotenzial bietet dagegen ein kompletter Wechsel zu einem anderen Stromlieferaten. Für einen Durchschnittskunden mit einem jährlichen Verbrauch von 3.500 Kilowattstunden ergibt sich dadurch eine durchschnittliche Ersparnis von rund 90 Euro im Jahr bei den Stromkosten. Zusätzlich kann die Ersparnis durch Bonuszahlungen für Neukunden zumindest im ersten Vertragsjahr erhöht werden.

Aufgrund der Mengen die Haushalte vor allem für das Heizen benötigen, gibt es bei Gas meist noch größere Einsparpotenziale. So kann bereits eine Vertragsumstellung beim örtlichen Grundversorger nach den Durchschnittsverbrauchsangaben im Jahr 2020 zu einer jährlichen Ersparnis von 163 Euro führen.

Aber auch hier gibt es die größten Sparmöglichkeiten für Gaskunden mit Tarifen von anderen Gaslieferaten. Bei den zu grunde gelegten Durchschnittsverbrauchsangaben kann hier von einem jährlichen Einsparpotenzial von 240 Euro ausgegangen werden. Dazu kommen auch hier die Bonuszahlungen im ersten Jahr für Neukunden als zusätzliche Ersparnis.

Wie wechselt man den Energielieferanten

Wer den Energieanbieter wechseln möchte, kann dabei so vorgehen: Ermitteln des bisherhigen jährlichen Verbrauches über die Vorjahresrechnungen oder eine jährliche Zäh-lerablesung über den eigenen Energieverbrauch. Auf dieser Basis der Verbrauchsdaten können beispielsweise über einen Vergleichsrechner die Preise und Leistungen mehrerer Anbieter vergleichen werden. Wenn ein neuer Anbieter gefunden ist und ein neuer Vertrag abgeschlossen wurde, muss man sich als Verbraucher um nichts mehr weiter kümmern. So reicht der neue Anbieter im Auftrag des Kunden beim bisherigen Anbieter die Kündigung ein und erledigt alle Formalitäten. In aller Regel ist so innerhalb einer kurzen Zeit der Energieanbieterwechsel wirksam.

Auf was sollte beim Vertragswechsel geachtet werden

Verbraucher sollten bevor es zu einem Vertragsabschluss mit dem neuen Anbieter kommt mehrere Punkte kritisch prüfen. Dazu gehören vor allem:

  • Vertragslaufzeiten
  • Kündigungsfristen
  • Preisgarantien
  • Preisanpassungsklauseln

Bei der Frage, ab wann der neue Energieanbieter die Lieferung beginnen kann, ist die Laufzeit des bisherigen Lieferatenvertrages entscheidend. Die Kündigungsfristen ergeben sich generell aus dem bisherigen Vertrag. Zu beachten ist dabei, zu welchem Zeitpunkt man bis wann kündigen kann. Dabei kommt es auf Vereinbarungen über eine etwaige Mindestvertragslaufzeit an, aber auch auf eine Regelung zur stillschweigenden Verlängerung und die Kündigungsfrist an sich.

Gaspreiszusammensetzung für Haushaltskunden in Deutschland

Eine Boni-Zahlung macht den neuen Vertrag optisch preiswert

Beachten sollten man einen weitereren Aspekt: Bonuszahlungen für Neukunden sind im ersten Jahr sehr attraktiv. Allerdings wenn im zweiten Jahr, der Bonus wegfällt, kann es bei steigenden Grundgebühren und Kilowattstundenpreisen teuer werden. Wer dies vermeiden möchte, sollte im Idealfall rechtzeitig kündigen und erneut den Anbieter wechseltn. Auch sollten sich Verbraucher darüber im Klaren sein, ob sie einen Tarif wählen, der nur online abgeschlossen und später auch nur online verwaltet werden kann. Denn wer seine Rechnung lieber per Post erhalten möchte und beim Anbieter einen telefonischen Ansprechpartner haben möchte, der sollte auch dn passenden Energielieferaten auswählen.

Eine Vorkasse kann riskant und teuer sein

Verbraucher sollten Angebote mit Vorkasse oder Kaution immer kritisch prüfen. Denn wenn ein Energielieferant insolvent wird, könnten im Voraus geleistete Zahlungen verloren gehen. Vorsicht sollte auch bei Paketangeboten gelten: Es ist sinnvoll, sorgfältig zu kalkulieren, ob man über die gesamte Vertragslaufzeit den im Paket angebotenen Verbrauch erreichen kann. Denn bei Abweichungen von der vereinbarten Verbrauchsmenge kann es teuer werden. Auch wenn die Preise eines Anbieters extrem günstig sind, sollte einem dies als Verbraucher stutzig machen. Lieber sollten sie sich noch einmal über das Internet genau über den Anbieter, Leistungen und dessen Kundenbewertungen informieren.

Strompreis hier vergleichen
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Mittwoch, 9. Februar 2022

Steigerung Ost, Senkung West der Beitragsbemessungsgrenze 2022 für die Sozialversicherung

Durch die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung werden für die Sozialversicherung die Werte festgesetzt, welche für die Beitragsberechnung der Krankenversicherung sowie der Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung gelten. Diese Werte werden jedes Jahr vom Bundestag neu berechnet und bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.

Keine Anhebung der Höchstsätze zur Kranken- und Pflegeversicherung in 2022

In der Kranken- und Pflegeversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze im Jahr 2022 nicht angestiegen. Deshalb gilt ab dem 1. Januar 2022, dass die jährliche Höhe weiter bei 58.050,00 Euro liegt. Auch die monatliche Versicherungspflicht-Grenze für einen Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse zu einer privaten Krankenversicherung bleibt weiter bei 5.362,50 Euro, beziehungsweise jährlich 64.350,00 Euro. Der Beitragssatz zur Krankenversicherung bleibt unverändert bei 14,6 Prozent, wobei die Krankenkassen zusätzlich individuelle einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben dürfen.

Reduzierung West, Erhöhung Ost der Höchstsätze zur Rentenversicherung in 2022

Bei der Rentenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze für das Jahr 2022 in den alten Bundesländern gefallen und für die neuen Bundesländer gestiegen. Die zu entrichtenden Beiträge unterscheiden sich bei der Rentenversicherung zwischen Ost und West. In den alten Bundesländern reduzierte sie sich jährlich um 600,00 Euro auf 84.600,00 Euro. In den neuen Bundesländern steigt sie jährlich um 600,00 Euro auf 81.000,00 Euro an. Damit reduzieren oder steigen die Abgaben für die Rentenversicherung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch.

Steuer- und Sozialabgaben an den Gesamtarbeitskosten in Deutschland im Jahr 2020

Senkung West, Anhebung Ost der Höchstsätze zur Arbeitslosenversicherung in 2022

Auch in der Arbeitslosenversicherung gibt es eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Hier unterscheiden sich die zu entrichtenden Beiträge auch zwischen Ost und West. In den alten Bundesländern erfolgt eine Reduzierung um jährlich 600,00 Euro auf 84.600,00 Euro, in den neuen Bundesländern eine Anhebung um 600,00 Euro auf 81.000,00 Euro jährlich.

Mehrkosten wirken sich auf das Einkommen aus

Je nach Einkommen, Bundesland und Krankenkasse sorgen damit die neuen Sozialversicherungswerte dafür, wie viel den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 2022 netto vom monatlichen Bruttolohn bleibt. Dem Bürger bleibt bei einer Anhebung letztendlich weniger Geld zum Leben, da eine gleichzeitige Erhöhung des Einkommens nicht in der gleichen Höhe erfolgt. Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer in den alten Bundesländern können sich dagegen durch die Senkung der Rentenversicherungswerte über mehr Nettoeinkommen freuen.

Übersicht der aktuellen Sozialversicherungswerte

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Freitag, 19. November 2021

Wie Sie ihre Finanzen im Unternehmen in Ordnung halten können

 Wenn Sie gerade ihr Unternehmen gegründet haben oder den Ausbau ihres Geschäftsumsatzes anstreben, dann müssen Sie dennoch ihre Finanzen im Griff behalten. Für viele Unternehmer ist das Wichtigste die Akquise neuer Kunden. Natürlich haben Sie damit Recht aber eben nur bedingt. Wenn nämlich die Akquise neuer Kunden aus dem Ruder läuft, können Sie die Finanzen nicht mehr kontrollieren. Ein kleines Beispiel mag die Problematik verdeutlichen und zeigt auf, warum die Einhaltung von Controlling-Aufgaben für einen Betrieb so wichtig ist. Nehmen wir an, Sie verkaufen Schokoriegel mit Proteingehalt. Zweifelsohne handelt es sich hier um ein Produkt, dem eine hervorragende Zukunft prognostiziert wird. Die Preise für Proteinriegel liegen über jenen von normalen Schokoriegeln.

Wie wichtig eine sinnvolle Kalkulation ist

Dennoch liegen auch die Produktionskosten darüber. Wenn Sie also ein Produkt auf den Markt bringen, dann müssen alle Kosten inkludiert werden. Dazu zählen aber nicht nur die Produktionskosten des Produktes, sondern auch die Ausgaben für die Vermarktung, die Gehälter der Mitarbeiter, Lagerkosten und die Waren müssen schließlich auch noch in den Supermarkt transportiert werden. Zudem sind auch noch Overheads zu berücksichtigen. Die wichtigste Kostenart ist in diesem Zusammenhang die Miete für das Büro. In vielen Fällen sind auch noch Mietzahlungen für das Lager zu berücksichtigen. Damit Sie die Kosten im Griff behalten können, brauchen Sie solide Aufzeichnungen. Viele dieser Aufzeichnungen werden Sie aus der Kostenrechnung erhalten. Die Zahlen sprechen eine klare Sprache. Nicht alle Zahlen können Sie jedoch aus der Kostenrechnung erhalten. Die Lohn- und Gehaltszahlungen an ihre Mitarbeiter extrahieren Sie aus der Lohnbuchhaltung.

Viele Firmen verschenken das Potential von Daten

Achten Sie auf Kostenwahrheit

Wenn die Zahlen allerdings nicht korrekt ermittelt werden, gibt es nicht nur Beschwerden seitens der Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen. Auch die Kalkulation für ihre Marketing-Kampagne wird nicht stimmen. Schließlich beruhen auf dieser Kalkulation auch die Kostensätze und darauf aufbauend müssen bestimmte Faktoren beruhen. Interessant erscheint dieser Aspekt vor allem dann, wenn die nackten Zahlen auf dem Tisch liegen. Wenn sich selbst bei einem Preis in der Nähe des Konkurrenzproduktes herausstellt, dass die Kosten nicht gedeckt sind, stellt sich meist Ernüchterung heraus. Gerade für Jungunternehmer ist das kein schönes Erlebnis. Kostenwahrheit gehört aber in jedem Betrieb dazu.

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Dienstag, 24. August 2021

Pfändung - Was bedeutet das und welche Folgen hat dies für den Schuldner

 Eine besonders schwerwiegende Maßnahme gegen einen Schuldner ist die Pfändung. Hierbei werden nahezu sämtliche Kosten über das Bankkonto abgewickelt. Zahlungen von Fixkosten an den Strom- oder Internetanbieter sind für Betroffene vorerst nicht mehr möglich, während Mahnkosten durch verspätete Tilgung der Schuld in eine sogenannte Schuldenspirale führen. Durch schnelles Handeln lässt sich für Schuldner dieses Horrorszenario abwenden.

Was bedeutet eine Pfändung?

Im Falle einer Zwangsvollstreckung handelt es sich um eine staatliche Beschlagnahme von Forderungen oder Gegenständen zur Verwertung im Sinne der Tilgung einer bestehenden Schuld. Im Falle der Sachpfändung erfolgt die Inbesitznahme von Sachen durch das Anbringen eines Pfandsiegels oder die Ingewahrsamnahme. Pfändbar in diesem Sinne sind sämtliche Gegenstände aus dem Inventar eines Schuldners, unabhängig von seinen Besitzansprüchen. Für unbeteiligte Dritte besteht so die Möglichkeit zur Drittwiderspruchsklage mit dem Zweck der Herausgabe. Die Sachpfändung erfolgt durch einen Gerichtsvollzieher.

Für Betroffene in der Regel invasiver ist die Pfändung von Vermögensrechten durch einen erwirkten Überweisungs- und Pfändungsbeschluss, von dem auch der Lohn betroffen ist. Mit inbegriffen sind so unter anderem Eintragungen im Grundbuch oder Lebensversicherungen. Für Kinder oder Ehegatten lässt sich der Vertragsschutz mit Zustimmung des Betroffenen durch die Zahlung der anfallenden Prämien aufrechterhalten. Ausgeschlossen von der Pfändung sind diverse Bezüge aus diversen Hilfskassen und Sterbegeldversicherungen sowie Gelder aus Waisen- und Witwen Kassen.

Anzahl der Verbraucherinsolvenzen in Deutschland von 2008 bis 2020

Voraussetzungen für eine Pfändung

Es gibt diverse Voraussetzungen, die für eine Pfändung durch den Gläubiger gelten. So darf er das Vermögen eines Schuldners lediglich unter folgenden Bedingungen gepfändet werden:

  1. Der Gläubiger befindet sich im Besitz eines Vollstreckungstitels, der im Vorfeld beantragt und dem Schuldner erfolgreich zugestellt wurde.
  2. Es ist ein Pfändungsantrag beim zuständigen Amtsgericht zu stellen. Eine Pfändung ohne eingegangenen Antrag ist nicht rechtens.

Beide Voraussetzungen sind vor allem im Zivilrecht gegeben. Staatliche Organe wie das Finanzamt bedürfen nur einer simplen Vollstreckungsforderung. Auch die Kontopfändung ist an denselben Voraussetzungen gebunden. Allerdings ist eine Pfändung nur dann möglich, wenn das Konto auf den Schuldner läuft und der Bank ein Überweisungs- und Pfändungsbeschluss vom Gerichtsvollzieher vorliegt. Sind sämtliche Voraussetzungen erfüllt, erweist sich eine Kontopfändung als äußert schmerzhaft für einen Schuldner. Neben dem Einziehen der Girocard (EC -Karte) ist das Abheben von Bargeld für den Schuldner nicht mehr möglich. Auch Lastschriften oder Daueraufträge entfallen, was die Zahlung von laufenden Fixkosten wie Strom, Internet oder Miete verhindert.

Pfändung durch das Finanzamt

Für öffentliche Staatsorgane wie das Finanzamt ist die Pfändung des Kontos deutlich vereinfacht. Bestehende Forderungen aus versäumten Zahlungen, etwa Nachzahlungen von Steuergeldern oder verpasste Krankenkassenbeiträge, gelten als öffentliches Recht. Zur Vollstreckung genügt dem Finanzamt somit ein einfacher Leistungsbescheid. Ein solcher Bescheid ist als Voraussetzung einer Pfändung dem Schuldner zuzustellen. Im Falle eines durch den Schuldner zu verantwortenden Zahlungsverzuges kann das Finanzamt nach eigenem Ermessen eine Einziehungs- und Pfändungsverfügung erlassen. Die Einforderung bestehender Schulden erweist sich im Vergleich zum Privatrecht als deutlich vereinfacht.

Pfändungsschutzkonto: Konto vor der Pfändung schützen

Durch schnelles Handeln lässt sich das Schlimmste für den Schuldner abwenden. Spätestens unmittelbar nach dem Eingang eines Vollstreckungsbescheids oder einer Mahnung durch das Finanzamt oder der Krankenkasse sollte die Einrichtung eines P-Kontos (Pfändungsschutzkonto) erfolgen. Die Schutzmaßnahme bietet Sicherheit gegen rigorose Maßnahmen wie die Kontopfändung, vorwiegend auch dann, wenn schon eine EV (eidesstattliche Versicherung) vorliegend ist. Eine Offenlegung sämtlicher Kontodaten ist nämlich durch die EV gegeben.

Ein P-Konto ist für Schuldner die einzige legitime Möglichkeit, sein Konto vor einer Pfändung zu schützen und somit sämtliche Lebenshaltungskosten zu bezahlen. Normale Girokonten oder Basiskonten sind vor Pfändungen nicht gefeit. Die Umwandlung eines Kontos in ein P-Konto ist bei den Banken nicht mit Kosten verbunden und erfolgt auf Antragstellung. Gläubigern steht pro Monat ein gewisses nicht pfändbares Einkommen zu. Automatisch ist ein Guthaben von 1.133,80 Euro im Kalendermonat gesichert. Auf Antrag lässt sich der Freibetrag auch erhöhen.

Weitere Informationen zum Thema “Pfändung” finden Sie unter der Internetseite: www.schuldnerberatung.de/pfaendung/

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Freitag, 2. Juli 2021

Todesfall - Eine Steuererklärung kann für Hinterbliebene verpflichtend sein

 Durch den Tod eines nahen Angehörigen ist die Situation für die Hinterbliebenen schwierig genug. Neben der Trauer wird man zusätzlich noch mit der damit verbundenen Bürokratie konfrontiert. Beerdigung organisieren, Nachlass ordnen, Verträge kündigen und vieles mehr. Das gilt auch im Verhältnis zum Finanzamt. Denn die Pflicht zur Abgabe einer Einkommensteuererklärung bleibt im Jahr des Ablebens bestehen.

Erben teilen sich Steuerschuld und Steuererstattung

Es führt kein Weg daran vorbei, dass sich Hinterbliebene mit der Einkommensteuer des Verstorbenen befassen müssen. Denn die Abgabe einer Steuererklärung ist ein Muss, sofern der Gestorbene dazu verpflichtet gewesen wäre. Aber auch über eine freiwillige Abgabe sollten Angehörige nachdenken. Das kann sich rechnen, denn die mögliche Steuererstattung geht an die Erben. Wichtig zu wissen: Nicht nur die Gutschrift, sondern auch etwaige Steuerschulden gehören zum Nachlass und beeinflussen die Erbschaftssteuer.

Anzahl der steuerpflichtigen Erbschaften und Schenkungen in Deutschland

Um die Steuerformulare ausfüllen zu können, benötigen Hinterbliebene alle Unterlagen zu den Einkommensverhältnissen. Daher raten Steuerexperten, alle Papiere im Nachlass des Verstorbenen genau zu sichten.

  • Bestandteil des Erbes: Statt des Verstorbenen stehen nun seine Erben vor der Aufgabe, die Steuererklärung zu erstellen. Denn auf sie gehen alle steuerlichen Verpflichtungen und Rechte des Verstorbenen über. Zu dem eigentlichen Erbanteil kommt eventuell noch eine Steuererstattung oder Steuernachzahlung hinzu.
  • Dokumente besorgen: Damit man die Steuerformulare ausfüllen kann, benötigen die Hinterbliebenen alle nötigen Unterlagen zu den Einkommensverhältnissen. Daher sollten Erben alle Papiere im Nachlass des Verstorbenen einzeln sichten und entsprechend sortieren. Steuerexperten-Tipp: Keine älteren Belege leichtfertig entsorgen, denn es können unter Umständen gesetzliche Aufbewahrungsvorschriften zum Tragen kommen. Vorschnell vernichtete Dokumente lassen sich bei Bedarf nicht einfach wiederbeschaffen oder mitunter gar nicht mehr.
  • Hilfe des Finanzamts: Bei Unklarheiten über die Einkünfte des Verstorbenen kann notfalls auch das Finanzamt helfen, indem es die Steuererklärungen der Vorjahre in Kopie herausgibt. Aber Vorsicht: Dafür ist aber zwingend ein Erbschein erforderlich - der in der Regel Geld kostet. Bei einer gemeinsamen Veranlagung muss die verwitwete Person einer Auskunftserteilung durch die Finanzbehörde zustimmen.
  • Fristen beachten: Trotz aller Trauer darf die Steuererklärung nicht auf die lange Bank geschoben werden. Denn auch die Erben sind an die regulären Abgabefristen gebunden. Wenn sich ein Termin nicht einhalten lässt, weil beispielsweise Unterlagen fehlen, kann beim Finanzamt um Fristverlängerung gebeten werden. Wichtig zu wissen ist es, dass eine Steuererklärung unter anderem dann verpflichtend ist, wenn der Erblasser im Jahr seines Todes noch nicht besteuerte Einkünfte hatte.
  • Teilung des Erbes: Wenn es mehrere Erben gibt, dann sind Steuerschulden oder Steuererstattungen unter ihnen gemäß der jeweiligen Erbquoten aufzuteilen. Tipp: Wenn der Verstorbene unmittelbar aus dem Arbeitsleben ausgeschieden ist, gibt es in der Regel Geld vom Finanzamt zurück, da der monatliche Lohnsteuerabzug dann zu hoch ausgefallen ist.

Wenn dagegen keine gesetzliche Pflicht zur Abgabe einer Steuererklärung für den Verstorbenen besteht, kann sich dennoch eine freiwillige Abgabe durch die Erben lohnen. Diese können die Erben dann bis vier Jahre nach Ende des Todesjahres noch einreichen.

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Dienstag, 27. April 2021

Aus der Steuer-ID wird die Bürger-ID - Wie funktioniert die neue Bürgernummer

 Die Steuer-ID (Steuer-Identifikationsnummer) der Bundesbürger kennt bisher nur das Finanzamt. Die neue Bürger-Identifikationsnummer (Bürger-ID) soll das ändern und die Behörden besser vernetzen. Dazu wurde im März 2021 das Registermodernisierungsgesetz beschlossen, wodurch die Steuer-ID auch für andere Verwaltungs­vorgänge als Identifikation genutzt werden kann. Dies soll Behörden den direkten Abruf von Daten wie Geburtsdatum, Adresse oder Familienstand ermöglichen, ohne dass Urkunden vorgelegt werden müssen. Künftig haben 51 Behörden einen Zugriff auf die neue Bürgernummer (Bürger-ID), beispielsweise die Führerscheinstelle, Rentenversicherung und Krankenkassen.

Was verbirgt sich hinter der neuen Bürger-Identifikationsnummer?

Die neue Bürger-ID oder Bürgernummer gibt es im Grunde bereits, denn die seit 2007 existierende Steuer-Identifikationsnummer (Steuer-ID) soll einfach in die Bürger-Identifikationsnummer (Bürger-ID) übergehen. In der persönlichen Steuer-ID sind bestimmte Basisdaten über jeden Bürger wie Name, Geburtsdatum und -ort, Anschrift, Geschlecht, Doktorgrad und Staatsangehörigkeit gespeichert. Bisher hat nur das Finanzamt einen Zugriff auf die Steuer-ID. Mit der neu beschlossenen Bürger-ID soll dieser Zugriff stark ausgeweitet werden und insgesamt 51 Behörden die Möglichkeit verschaffen, dann die persönlichen Daten einzusehen.

durchschnittliche Bearbeitungsdauer von Steuererklärungen in Tagen

Wofür wurde die Bürger-ID eingeführt

Das neue Registermodernisierungs-Gesetz soll die Verwaltungsportale der deutschen Behörden besser miteinander verknüpfen. Wenn der Bürger seine Zustimmung erteilt, können die angeschlossenen Behörden die hinterlegten Daten der Bürger-ID dann direkt bei der neu geschaffenen Registermodernisierungsbehörde abrufen. Die Registermodernisierungsbehörde ist unter dem Bundesverwaltungsamt angesiedelt. Mit der Bürger-ID sollen bei verschiedenen Behörden oder in unterschiedlichen Registern Mehrfachangaben unnötig werden. Auch viele Behördengänge können dann genau so vermieden werden, da die Daten zukünftig digital an einer Stelle vorliegen. Weiterhin sollen dann auch Personenverwechslungen nicht mehr möglich sein, was für die Verwaltungen zu Zeit- und Kostenersparnissen führt.

Wann kann über die Bürger-Identifikationsnummer (Bürger-ID) auf persönliche Daten zugegriffen werden

Wenn der jeweilige Bürger dem Datenaustausch zustimmt, ist es den angeschlossenen Behörden möglich, mithilfe der Bürger-ID zukünftig persönliche Daten einsehen. Die Bürger-ID wäre dann im Melderegister hinterlegt, so dass beispielsweise das Waffenregister, die Familienkassen bei der Elterngeldbeantragung oder Städte und Gemeinden bei einem Bauantrag darauf zu greifen können.

Neben der vorgeschriebenen Zustimmung des einzelnen Bürgers, hat dieser dann auch über ein sogenanntes Datencockpit die Möglichkeit, einzusehen welche Behörden welche Daten zu ihm ausgetauscht haben. Allerdings sehen Oppositionspolitiker und Datenschützer die Bürger-ID kritisch, da sie befürchten, dass der Staat damit auf Knopfdruck von jedem Bürger digitale Persönlichkeitsprofile erstellen und dies missbrauchen könnte.

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Mittwoch, 30. Dezember 2020

Steigerung der Beitragsbemessungsgrenze 2021 für die Sozialversicherung

 Durch die Sozialversicherungs-Rechengrößenverordnung werden für die Sozialversicherung die Werte festgesetzt, welche für die Beitragsberechnung der Krankenversicherung sowie der Pflege-, Renten- und Arbeitslosenversicherung gelten. Diese Werte werden jedes Jahr vom Bundestag neu berechnet und bedürfen der Zustimmung des Bundesrates.

Anhebung der Höchstsätze zur Kranken- und Pflegeversicherung
In der Kranken- und Pflegeversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze auch im Jahr 2021 angestiegen. Eine bundesweite Anhebung um jährlich 1.800,00 Euro ab dem 1. Januar 2021 sorgt dafür, dass die jährliche Höhe Grenze nun bei 58.050,00 Euro liegt. Ebenso erhöht sich auch die monatliche Versicherungspflicht-Grenze für einen Wechsel von einer gesetzlichen Krankenkasse zu einer privaten Krankenversicherung auf 5.362,50 Euro, beziehungsweise jährlich 64.350,00 Euro. Der Beitragssatz zur Krankenversicherung bleibt unverändert bei 14,6 Prozent, wobei die Krankenkassen zusätzlich individuelle einkommensabhängige Zusatzbeiträge erheben dürfen.

Anhebung der Höchstsätze zur Rentenversicherung
Bei der Rentenversicherung ist die Beitragsbemessungsgrenze ebenfalls angestiegen. Hier unterscheiden sich die zu entrichtenden Beiträge zwischen Ost und West. In den alten Bundesländern steigt sie jährlich um 2.400,00 Euro auf 85.200,00 Euro an. In den neuen Bundesländern steigt sie jährlich um 3.000,00 Euro auf 80.400,00 Euro an. Damit steigen die Abgaben für die Rentenversicherung für Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auch an.

Steuer- und Sozialabgaben an den Gesamtarbeitskosten in Deutschland im Jahr 2019

Anhebung der Höchstsätze zur Arbeitslosenversicherung
Auch in der Arbeitslosenversicherung gibt es eine Erhöhung der Beitragsbemessungsgrenze. Hier unterscheiden sich die zu entrichtenden Beiträge auch zwischen Ost und West. In den alten Bundesländern erfolgt eine Anhebung um jährlich 2.400,00 Euro auf 85.200,00 Euro, in den neuen Bundesländern hingegen um 3.000,00 Euro auf 80.400,00 Euro jährlich.

Mehrkosten wirken sich auf das Einkommen aus
Je nach Einkommen, Bundesland und Krankenkasse sorgen die neuen Sozialversicherungswerte dafür, wie viel den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern 2021 netto vom monatlichen Bruttolohn bleibt. Dem Bürger bleibt letztendlich weniger Geld zum Leben, da eine gleichzeitige Erhöhung des Einkommens nicht in der gleichen Höhe erfolgt.

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